Reigns: Her Majesty

Königliches Tinder

© Nerial und Devolver Digitial, Reigns: Her Majesty 2017.

In diesem kleinen Intermezzo stelle ich Euch ein Mobile Game vor, in dem Ihr als Herrscherin des Landes politische und persönliche Entscheidungen durch ein einfaches Wischen nach links und rechts treffen könnt. Schaut Euch Reigns: Her Majesty an!

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Religion, Tod, Hexenverbrennung, Verschwörungstheorien

Hallo ihr Liebe, welcome back!

Um Euch die Wartezeit auf einen neuen Artikel zu verkürzen, schreibe ich heute einen kurzen Beitrag über ein lustiges und durchaus feministisches Mobile Game. Normalerweise beschäftige ich mich recht wenig mit dem Spielen auf Smartphone und Co, doch dieses Spiel hat mich neugierig gemacht.

Mit Reigns: Her Majesty taucht Ihr ab in eine fiktiven Mittelalterwelt, in der die Monarchie noch en vouge ist. Das Spiel basiert auf dem Vorgänger, in dem Ihr statt einer Königin einen König spielen konntet. Mithilfe simpler Bedienung im Flair von Tinder (swipe links, swipe rechts) könnt Ihr in der Rolle einer Königin Entscheidung über Euer Volk und die Nation fällen, mit dem Ziel lange im Amt und am Leben zu bleiben. Dieses Ziel zu erreichen ist gar nicht so einfach, da Ihr Euch mit tobenden Scharen Eurer Untertanen, zänkischen Gemahlen oder anderen Gefahren beschäftigen müsst.

Es geht darum, durch Eure Entscheidungen die vier Konstanten von Kirche, Volk, Heer und Schatzkammer in einem Gleichgewicht zu halten und strategisch kluge Entscheidungen zu fällen. Geht Ihr zum Beispiel zu sehr auf die Wünsche Eurer Untergebenen ein, kann es passieren, dass Ihr unter einem Meer aus jubelnden Bürgern zerquetscht werdet.

© Nerial und Devolver Digitial, Reigns: Her Majesty 2017.

Die weibliche Perspektive hat Auswirkungen auf die Entscheidungen, Konsequenzen und Ergebnisse, die wir am Ende erreichen. So dürfen wir uns als Königin nicht selten mit Kirchenvertretern herumschlagen, die uns weis machen wollen, wir hätten uns als Frau zu beugen oder einem Gemahl, der sich von unserem weisen Handeln in den Schatten gestellt fühlt.

Solltet Ihr Euch mal zu weit aus dem Fenster lehnen und für zu viel Verstimmung sorgen, könnt Ihr meistens mit dem Tod, der Verbannung oder einer langen Gefangenschaft rechnen. Damit ist das Spiel jedoch nicht vorbei, da Ihr sofort mit der Nachfolgerin im Königreich startet und somit schnell eine ganze Dynastie unterschiedlicher Herrscherinnen etabliert. Um also alle möglichen Figuren und Aufgaben freizuschalten, muss man ab und zu auch unbequeme Wege einschlagen, in denen man sich nicht für die eigenen Grundsätze stark macht.

Neben der Spielfigur der Königin gibt es mehrere Frauenfiguren, die machtvolle und wichtige Positionen besetzte. Die Doktorin Plejade, die Kämpferin Palla aus dem Nachbarland des Nordens oder die diebische Piratin Pasja sind nur einige Beispiele. Für weitere Charaktere und Impressionen aus dem Spiel könnt Ihr in die  folgenden Fotogalerie schauen.

 

© Nerial und Devolver Digitial, Reigns: Her Majesty 2017.

Um so länger ich Reigns: Her Majesty gespielt habe, um so mehr Spaß hatte ich. Nicht nur, weil es einfach lustige Geschichten und Konsequenzen sind, die man durch die eigenen Entscheidungen auslöst, sondern weil das Figurenpersonal und die Handlung abwechslungsreich, interessant und einnehmend sind. Meine Entscheidungen haben mehrheitlich zu Königinnen geführt, die sich gegen die Kirche und ihre meist unbeholfenen Ehemänner wandten, um der pantheistischen Muttergöttin ins frauliche Waldparadies zu folgen, mit dem Liebhaber meiner Wahl durchzubrennen oder legere Affären mit meiner Zofe zu etablieren. Zudem wurde ich erstaunlich oft von der Kirche als Hexe verbrannt, was mich jedoch nicht unbedingt überraschte. Am interessantesten fand ich meine Königin Christine, die sich ziemlich intensiv für die LGBTQ+ Rechte in ihrem Land eingesetzt hat. Allgemein hat mich das Spiel immer wieder auf den Kampf für die Frauenrechte hingewiesen.

Bisher haben es meine reinkarnierten Königinnen zu politischen Beraterinnen, ewigen Matroninnen und wilden Ehebrecherinnen gebracht und ich bin gespannt, welche Schicksale noch auf mich warten.

Für alle, die Lust auf ein unterhaltsames und überraschend politisches Spiel für kurze Momente, für unterwegs oder einfach für Nachmittage auf der Couch haben, kann ich einen Blick in die Welt von Reigns: Her Majesty empfehlen.

Teilt Eure eigenen Momente gern via Social Media oder direkt hier auf Spawn It New.

Bis bald,

Eure Asla.

Solltet Ihr Euch mal zu weit aus dem Fenster lehnen und für zu viel Verstimmung sorgen, könnt Ihr meistens mit dem Tod, der Verbannung oder einer langen Gefangenschaft rechnen. Damit ist das Spiel jedoch nicht vorbei, da Ihr sofort mit der Nachfolgerin im Königreich startet und somit schnell eine ganze Dynastie unterschiedlicher Herrscherinnen etabliert. Um also alle möglichen Figuren und Aufgaben freizuschalten, muss man ab und zu auch unbequeme Wege einschlagen, in denen man sich nicht für die eigenen Grundsätze stark macht.

Neben der Spielfigur der Königin gibt es mehrere Frauenfiguren, die machtvolle und wichtige Positionen besetzte. Die Doktorin Plejade, die Kämpferin Palla aus dem Nachbarland des Nordens oder die diebische Piratin Pasja sind nur einige Beispiele. Für weitere Charaktere und Impressionen aus dem Spiel könnt Ihr in die  folgenden Fotogalerie schauen.

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1 Vgl.: Gamescom (2018): Spektakuläre Neuheiten zum 10-jährigen Jubiläum, http://www.gamescom.de/news/content-fuer-medienvertreter/presseinformationen-der-gamescom/presseinformationen-der-gamescom.php?aktion=pfach&p1id=kmpresse_gamescom_d&format=html&base=&tp=kme9&search=&pmid=kmeigen.kmpresse_0480_2018pm23_d&start=0&anzahl=10&channel=kmeigen&language=d&archiv= (letzter Aufruf: 27.08.2018).

2 Vgl.: Freund, Nicolas (2018): Gamescom. Die Games-Branche hat ein Sexismus-Problem, https://www.sueddeutsche.de/digital/gamescom-die-games-branche-hat-immer-noch-ein-problem-mit-sexismus-1.4101862 (letzter Aufruf: 27.08.2018).

3 Vgl.: Ebd.

4 Vgl.: Bertits, Andreas (2018): Battlefield 5 schwächelt im Vorverkauf – Droht das Titanfall-2-Schicksal?, https://mein-mmo.de/battlefield-5-schwaechelt-im-vorverkauf-droht-das-titanfall-2-schicksal (letzter Aufruf: 27.08.2018).

5 Vgl.: Freund, Nicolas (2018): Gamescom. Die Games-Branche hat ein Sexismus-Problem, https://www.sueddeutsche.de/digital/gamescom-die-games-branche-hat-immer-noch-ein-problem-mit-sexismus-1.4101862 (letzter Aufruf: 27.08.2018).

6 Vgl.: Wiegand, Lee (2018): Hand am Arsch, https://www.neues-deutschland.de/artikel/1098378.gamescom-hand-am-arsch.html (letzter Aufruf: 27.08.2018).

7 Ebd.

8 Vgl.: Hoffmann, Florian (2018): Pro und Contra: Ist E-Sport echter Sport, http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diginomics/pro-und-contra-ist-e-sport-echter-sport-15752491.html (letzter Aufruf: 27.08.2018).

9 Vgl.: Benrath, Bastain: Ist Spieleentwicklung Männersache?, http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/gamescom-2018-ist-spieleentwicklung-maennersache-15752463.html (letzter Aufruf: 27.08.2018).

10 Vgl.: Kleese, Nadine (2018): So zocken Frauen auf der Gamescom in Köln, http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/wirtschaft/ueberregional/So-zocken-Frauen-auf-der-Gamescom-in-K%C3%B6ln-article3925401.html (letzter Aufruf: 27.08.2018).

11 Vgl.: Reuscher, Thomas: Zeit für starke Frauen, in: Hielscher oder Haase, https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/gamescom-2018-zeit-fuer-starke-frauen (letzter Aufruf: 27.08.2018).